Eine Regionale Ernährung braucht auch eine regionale Infrastruktur!

Regionalität ist auch ein Thema, das sich auf unsere Wirtschaftskreisläufe oder den Erhalt von alten, nachhaltigen Handwerkstechniken auswirkt. Doch genau hier beginnen die Herausforderungen.

Aufgrund von vielen Gesetzen und Richtlinien (z.B. Hygienerichtlinien) wurden in den letzten Jahren eine Vielzahl von Handwerksbetriebe geschlossen. Dies war ein Fehler, denn heute fehlt es dringend an Bio-Bäckereien, -Schlachtstädten und -Metzgern, aber auch an Mühlen und vor allem einer weiteren Molkerei in Hessen.

Gerade für Bio Erzeuger, aber auch für umstellungswillige Höfe ist dies eine große Herausforderung. Alleine schon die richtige Forderung nach mehr Tierwohl spricht längeren Wegen zur Schlachtstäte entgegen. Je näher zum Hof ein Tier geschlachtet und auch verarbeitet wird, desto besser.

Ein weiteres Problem, das immer wieder auftaucht ist der weite Weg zu Bio-Mühlen. Aber am dringlichsten wohl der Ausbau der Molkereikapazitäten im Bio Segment. Konventionelle Milchbauern, die im Grunde gerne umstellen wollen, können dies nicht, weil die bestehenden Bio-Molkereien keine weitere Milch annehmen können. Eine Lösung wäre neben der Neugründung, der Kapazitätsausbau bestehender Bio-Molkereien, oder die Errichtung von Bio Linien in konventionellen Molkereien.

Bei all diesen Herausforderungen ist eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Land, den Behörden und Investoren dringlich, um die notwendigen Kapazitäten zu schaffen. Gelingt dies nicht, wird es schwierig, mehr Menschen in der Region mit gesunder Bio-Ware zu versorgen.